Bisons

Luzia Berry

Pfluegen


Urs Schmid


 

Bauern zum Trotz                                             

                                             Fünf Höfe und
                                             ihre Entwicklung
                                             seit 1994


[ ... Forsetzung ]

Der Genfer Landwirt Laurent Girardet siedelte vor zehn Jahren auf seinem Hof amerikanische Büffel
an. Unterdessen hat er sein Ziel weiterverfolgt, den Betrieb von austauschbaren und immer billigeren Produkten möglichst unabhängig zu machen. Neben der auf 160 Tiere angewachsenen Bisonzucht hegt und pflegt er in seiner Pferdepension die teuren Tiere von Genfer Freizeitsportlern. Die herkömmliche Produktion von Getreide will er so schnell wie möglich aufgeben.

In den Neunziger Jahren hatte Res Meister in Lützelflüh den Hof von seinen Eltern übernommen. Damals fehlte ihm noch eine Frau an seiner Seite. Seither hat sich seine Lebenssituation mehrmals verändert. Er heiratete und hatte Kinder. Später folgte aber die Trennung. Heute kommen seine Kinder an jedem zweiten Wochenende und in den Ferien auf den Hof. Res Meister lebt jetzt mit seiner Lebenspartnerin Barbara Kunz zusammen, die ihr Geld zu 50 Prozent ausserhalb des Hofes verdient.
Seit den Neunziger Jahren hat die Familie Meister den Betrieb auf Grund neuer gesetzlicher Vorlagen modernisiert, und in artgerechte Tierhaltung investiert. Die Kühe laufen jetzt frei herum, und die Schweine dürfen sich auch ausserhalb des Stalls tummeln. Die betriebliche Produktion wurde gesteigert, die Fläche vergrössert. Trotzdem weiss Res Meister nicht, ob der Betrieb auch in Zukunft eine Existenz sein kann.

Die Bergbauernfamilie Berry in Grüsch setzte vor zehn Jahren in der Viehzucht auf die neueste Technologie mit Embryotransfer. Damals herrschte in diesem Sektor Goldgräberstimmung. Hanspeter Berry verkaufte auf Auktionen tiefgefrorene Embryonen von seiner Spitzenkuh. Unterdessen ist der Boom vorbei. Berrys haben die Fläche ihres Hofes vergrössert und konnten damit ihren Betrieb sichern.

Dem Biobauer Moritz Buchli wurde die Arbeit mit der Milchwirtschaft zu viel, als seine Frau sich entschied, ausserhalb des Hofes zu arbeiten. Er stellte auf Fleischproduktion mit Mutterkühen um und will den schön gelegenen Hof nun auch für touristische Zwecke nutzen. Neben einem Biotop hat er zwei Indianerzelte aufgestellt und will  «Ferien auf dem Bauernhof» anbieten. Etwas hat er erst vor kurzem  verändert: Anfang des Jahres 2006 hat er mit 57 Jahren den Hof seinem Sohn Lukas übergeben.

Ganz aufgegeben hat die Familie Schmid. Schon vor zehn Jahren sah der Seeländer Bauer Urs Schmid keine Möglichkeit mehr, seinen Betrieb weiterzuführen. Er versteigerte Habe und Vieh und zog von seinem Heimet weg. Heute arbeitet er im Logistikbereich der Swiss Genetics und ist für die Auslieferung von Stier-Sperma zuständig. Das Aufgeben des Betriebes fiel ihm damals schwer. Es sei aber einer der besten Entscheide gewesen, die er je getroffen habe, ist Schmid überzeugt.

Ausserordentlich viele Zuschauer: «Bauern zum Trotz» erreichte bei der Fernsehausstrahlung auf SF1 vom 13. März 2006, um 22:20 eine Einschaltquote von 349'000 Zuschauern, was einem Marktanteil von 34.2 Prozent entsprach.


Das Team von «BAUERN ZUM TROTZ »

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